Finca Camocim aus Brasilien

Unser brasilianischer Kaffee kommt von der Farm Camocim, aus der Region Espirito Santo. Die Region liegt südöstlich des Landes, grenzt an die Atlantikküste an und heißt auf Deutsch übersetzt Heiliger Geist. Es herrscht ein tropisch feuchtes Klima, welches vor allem durch die Luftzirkulation des Atlantischen Ozeans beeinflusst wird. Man unterscheidet die Region grob in zwei geografische Bereiche, dem Tief- und Bergland, wobei der Pico da Bandeira zu dem dritthöchsten Berg Brasiliens zählt und mit 2892 m der höchste Punkt der Region ist.

Die Farm ist eine Holz- und Kaffeefarm und es befinden sich neben Kaffeepflanzen auch jede Menge exotische Baumarten wie Eukalyptus oder Kiefern auf dem etwa 300 Hektar großen Anbaugebiet, die den Kaffeepflanzen Schatten spenden. Henrique Sloper übernahm 1996 die Farm von seinem Großvater und baut seitdem auf einer Meereshöhe zwischen 900 und 1300 Metern biologischen Kaffee an. Bereits 1999 wurde die Farm von IBD, dem einzigen BIO Verband Lateinamerikas zertifiziert. Dieses Gütesiegel wird international anerkannt und von unterschiedlichen internationalen Verbänden geprüft. Seit 2008 ist die Farm Camocim ebenfalls mit dem Gütesiegel Demeter ausgezeichnet und zertifiziert worden und weist somit eine biodynamische Anbauweise nach.

Den nachhaltigen Umweltgedanken setzte bereits Henriques Großvater, als er lang bevor Umweltschutz diskutiert wurde, in der Region Millionen von Bäume pflanzte. Seit jeher lebt und verfolgt die Farm ihre eigene Philosophie, „Exzellenz ist unser Rohstoff, Lebensqualität das Endprodukt“.

Diese Einstellung zielt im Bereich Kaffee auf folgende zwei Faktoren ab. Zum einen auf den nachhaltigen Kaffeeanbau und zum anderen auf höchste Qualität. Der biodynamische Anbau spricht für den Erfolg der Farm. Im Jahr 2017 wurde ein farmeigener Microlot bei dem Wettbewerb zum „Cup of Excellent“ ausgezeichnet. Bei diesem weltweiten Wettbewerb werden jährlich die besten Spitzenkaffees miteinander verglichen – wer hier ausgezeichnet wird, zählt zu den besten Kaffeeproduzenten der Welt.

Henrique und sein Team achten sehr auf die biodynamische Arbeitsweise und vor allem auf die mit sich bringenden Zyklen der Sonne, dem Mond und Tierkreiszeichen. Die Behandlung des Bodens und der Kaffeepflanzen erfolgt ausschließlich mittels der Präparate und den Prinzipien Rudolf Steiners. Es werden hierfür eigens alle gängigen Präparate hergestellt, die Spritzpräparate Hornmist und Hornkiesel werden auf der Farm traditionell in einem Eichenfass weiterverarbeitet.

Das Ergebnis sind gesündere und robustere Pflanzen, die Nahrungsmittel nahrhafter und voller Lebensenergie. Der Anbau ist dadurch erheblich aufwendiger und zeitintensiver, allerdings auch wesentlich nachhaltiger. Es tragen farmeigene Bienen zur Bestäubung bei und produzieren dabei eigenen Kaffeeblütenhonig. Die heimische Vogelart Jacu klaut sich die ein oder andere reife Kaffeekirsche, deren Mist düngt den Boden und trägt somit zum Kreislauf bei.

Sind die Kaffeekirschen endlich reif genug, werden diese ausschließlich per Hand gepflückt. Die unreifen Kirschen verbleiben bis diese vollkommen reif sind am Strauch. Somit wird während der Ernteperiode von Mai bis September bis zu viermal geerntet. An der eigenen Washing Station angekommen, werden die Kaffeekirschen erstmal eine gewisse Zeit liegen gelassen, um ihr Gleichgewicht zu finden. Anschließend werden die Kaffeekirschen gewaschen und nass weiterverarbeitet. Die vom Fruchtfleisch befreiten Bohnen werden jetzt auf gespannten Netzen im Sonnenlicht getrocknet, mehrfach gewendet und anschließend sortiert. Umso öfter sortiert wird, desto gleichmäßiger ist die Bohnenqualität und umso teurer wird der Rohkaffee. Die Farm besitzt zusätzlich ein eigenes Labor, dort wird der eigene Grünkaffee regelmäßig kontrolliert bzgl. Süße, Säure und anderen wichtigen Faktoren um die geschmackliche Qualität zu garantieren und diese stetig zu verbessern.

Auf der Plantage werden verschiedene Varietäten kultiviert, u.a. Yellow Bourbon die zu den ältesten Kaffeepflanzen auf der Plantage zählt. Wir haben uns für die Varietät Red Iapar entschieden.

Ausschlaggebend für die Wahl des Kaffee´s ist für uns natürlich die Qualität des Rohkaffees, die Rösteigenschaften und vor allem der Geschmack in der Tasse. Hierfür wird der Rohkaffee in kleinen Mengen probegeröstet und mehrmals verkostet. Überzeugt der Geschmack, wird der Kaffee in größeren Mengen direkt gekauft und später für Dich geröstet.

  • Farmers Voice Demeter Kaffee Camocim Kaffeekirschen
  • Farmers Voice Demeter Kaffee Camocim Aufbereitung
  • Farmers Voice Demeter Kaffee Camocim Trocknung